12.04.2018 | Pressemitteilungen

Vom Traum zum Haus

Modernisierung, Sanierung und Umbau

Mainz. Die Flächen für Neubauten werden in Ballungsgebieten immer knapper. Das gilt auch für das Rhein-Main-Gebiet und Mainz. Wer sich hier den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen will, sollte daher den Blick auch auf Bestandsimmobilien richten. Diese müssen in der Regel modernisiert oder saniert werden und bieten dabei zahlreiche Chancen und Möglichkeiten, durch beispielsweise Umbau und Erweiterung, die persönlichen Wohnwünsche zu realisieren.

Welche Chancen und Möglichkeiten dies sind, welche Schwachstellen Wohngebäude verschiedener Baujahrzehnte aufweisen und mit welchem finanziellen Aufwand und baulichen Umfang Hausbesitzer oder -käufer rechnen müssen, waren Fragen, die die gemeinsame Informationsveranstaltung des Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz und der LBS Landesbausparkasse Südwest am 12. April 2018 im Brückenturm Mainz beantwortete.

In seiner Begrüßung betonte Dr. Stephan Weinberg, Staatssekretär im Finanz- und Bauministerium Rheinland-Pfalz, die bedeutende Rolle, die der Wohnungsbestand bei der Schaffung von bezahlbarem, qualitativ gutem und den Anforderungen entsprechendem Wohnraum einnehme. So seien von den 2.1 Millionen Wohnungen in Rheinland-Pfalz mehr als die Hälfte zwischen 1950 und 1989 gebaut worden. Der Staatssekretär ermutigte dazu, in den Bestand zu investieren, "damit attraktives Wohnen in den innerörtlichen und innerstädtischen Quartieren gesichert und gestärkt wird. Die Sanierung und Modernisierung von Wohnraum, beispielsweise in energetischer Hinsicht, und der Umbau von Wohngebäuden zur barrierefreien Nutzung sind dabei von zentraler Bedeutung."

Unter dem Titel "Modernisierung, Sanierung, Umbau – ein Wegweiser" stellte der Mainzer Architekt Helge Hußmann Chancen aber auch Schwachstellen von Bestandsbauten aus verschiedenen Baujahrzehnten vor. Er erläuterte diese am praktischen Beispiel einer umgenutzten Hofreite aus dem 19. Jahrhundert, eines umfangreich sanierten Mehrfamilienhauses aus den 1950er/60er Jahren sowie eines modernisierten Einfamilienhauses aus den 1970er/80er Jahren. Hußmann appellierte dabei an potentielle Bauherren, "mit Neugier und Offenheit" an das Bauen im Bestand heranzugehen, sie könnten sich dabei "auf ein aufregendes und lohnendes Projekt freuen". Dabei gäbe es nicht den einen, allein richtigen Weg. "Herausforderung und Reiz zugleich beim Bauen im Bestand ist die Erarbeitung eines passenden Projekts: passend zu den finanziellen Rahmenbedingungen, passend zu den im Einzelfall geltenden Anforderungen wie beispielsweise Denkmalschutz, Energieeinsparverordnung, Bebauungsplan, Förderungen sowie passend zu den Eigenschaften des Gebäudes und den Wünschen und Bedürfnissen der Bauherren", so der Architekt.

In der nachfolgenden Gesprächsrunde gaben drei Vertreter der Baufinanzierungsbranche Tipps zum richtigen Finanzieren solcher Bestandssanierungen. Dabei betonte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der LBS Südwest Uwe Wöhlert die Wichtigkeit guter Planung und Beratung: "Zunächst ist eine realistische Einschätzung der tragbaren finanziellen Belastung wesentlich. Aktuell sind die Zinsen niedrig, deshalb ist es für Baufinanzierer sinnvoll, sich diese über einen möglichst langen Zeitraum zu sichern. Der Bausparvertrag ist und bleibt dafür das Mittel der Wahl. Die Kombination aus Eigenkapitalbildung und langfristiger Zinssicherung sorgt für minimales Risiko und maximale Planbarkeit."

Zu einer ganzheitlichen Beratung gehört auch für Thorsten Mühl, den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Mainz, eine ausführliche Bedarfsanalyse. "Aufgrund dieser Analyse erstellen wir mit dem Kunden zusammen eine individuelle Finanzierungsplanung, die alle seine Wünsche berücksichtigt und alle möglichen – und passenden – Finanzierungsbausteine einbezieht." Dazu gehörten beispielsweise auch Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), mit deren Hilfe Wohneigentumsbildung und -modernisierung gefördert werde.

Ein weiteres gutes Beispiel aus der Praxis gemeinsamer Finanzierungen von Hausbank und Förderinstitut brachte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) mit. So zeigte er auf, wie auch junge Familien mit geringer Eigenkapitalbasis ihr Traumhaus realisieren können. "Unsere Darlehen sind durch die vom Land verbilligten Zinssätze, die Tilgungszuschüsse und die Zinsbindung über lange Laufzeiten eine ideale Ergänzung zur Finanzierung bei der Hausbank. Die Förderhöchstbeträge sind regional gestaffelt, bei Haushalten mit mindestens drei Kindern ist noch einmal eine Steigerung um zehn Prozent für das dritte und jedes weitere Kind möglich. Es stehen insbesondere bauliche Maßnahmen zur energetischen Aufrüstung und zum Abbau von Barrieren im Fokus."

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Umnutzung und Umbau einer Hofreite, Architekt Helge Hußmann, Mainz (Foto: Helge Hußmann)

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