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Ausstellung "Bezahlbares Wohnen" eröffnet
Konzepte, Strategien und Lösungsansätze für kostengünstiges Bauen
Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen – und muss bezahlbar sein für alle Einkommensklassen. Darüber waren sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde Martin Dörnemann, Geschäftsführer der emag GmbH, Herbert Sommer vom Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz, Kammerpräsident Gerold Reker und Thomas Will, Geschäftsführer der Wohnbau Mainz GmbH, bei der Eröffnung der Ausstellung „Bezahlbares Wohnen“ im Zentrum Baukultur einig. Dass bei der Schaffung der Rahmenbedingungen die Bündnisse für bezahlbaren Wohnraum auf kommunaler und Landeseben eine wichtige Rolle spielen war ebenso unumstritten wie die Bedeutung der sozialen Durchmischung von Wohngebieten. Deutlich wurde jedoch auch, dass es durchaus unterschiedliche Schwerpunkte bei der Realisierung von kostengünstigem Wohnraum gibt, wenn zwischen Eigentum und Miete verglichen wird.
Dass dringender Handlungsbedarf in der sogenannten Schwarmstadt Mainz bestehe, damit ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt und so auch der soziale Frieden erreicht werden könne, hatte zuvor Michael Ebling, Mainzer Oberbürgermeister und Vorsitzender des "Bündnis für das Wohnen in Mainz", in seiner Begrüßung deutlich gemacht. Ebling zeigte sich zuversichtlich, dass das Ziel, bis Ende 2020 rund 6.500 neue Wohnungen zu bauen, erreicht werden könne. Die Hälfte haben wir bereits erreicht“, so der Oberbürgermeister.
Welchen entscheidenden Beitrag Architektur und Städtebau leisten können, um neue Lösungsansätze für kostengünstiges Bauen und damit auch für bezahlbare Mieten zu finden, beleuchteten die beiden Kuratoren der Ausstellung, Prof. Joachim Schultz-Granberg und Klaus Dömer, in ihrer Einführung. Diese berichteten über Strategien und Muster bezahlbaren Wohnens und präsentierten anhand von gebauter Wohnprojekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie trotz geringer Kosten eine hohe Wohnqualität erreicht werden kann. Wichtigste Stellschrauben seien hier "die Bodenpreise, die Politik und die Konstellationen", so das Fazit von Schultz-Granburg.
Hintergrund
Die Ausstellung "Bezahlbares Wohnen" geht anhand beispielhafter Projekte der Frage nach, wie Strategien für bezahlbares Wohnen auch Treiber für Innovationen sein können. Neue Prozesse des Planens und Entwerfens, neue Modelle des Zusammenlebens und -arbeitens, ungewöhnliche räumliche Stra-tegien, bedarfsgerechtere und flexible Grundrisse eröffnen neue Möglichkeiten und berühren nicht nur architektonische, sondern auch soziale und politische Aspekte.
Die Ausstellung – auf Initiative der emag GmbH nach Mainz geholt – entstand auf Grundlage des Buches "Bezahlbar. Gut. Wohnen. Strategien für erschwinglichen Wohnraum" (Dömer, Drexler, Schultz-Granberg, Jovis, 2016). Die Präsentation im Zentrum Baukultur ermöglichen die Stadt Mainz, Wohnbau Mainz GmbH, emag GmbH und das Land Rheinland- Pfalz im Rahmen des Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen.
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