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Baugemeinschaften in Mainz
Großes Andrang beim Infoabend
Mainz. Als neue Form der Wohneigentumsbildung wird „Bauen in Gemeinschaft“ immer beliebter. In Mainz sollen insbesondere auf den städtischen Entwicklungsarealen der Stadt Grundstücke für dieses Bauherrenmodell freigehalten werden. Am 24. Mai lud das Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz zusammen mit dem Stadtplanungsamt der Stadt Mainz zu einer ersten Informationsveranstaltung mit Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse ein.
„Wir möchten, dass die Stadt Baugemeinschaften fördert“, so Baudezernentin Marianne Grosse. Die Einrichtung einer Beratungsstelle, die bereits Anfang Juni ihre Beratungsarbeit im Baudezernat aufnimmt, sei die erste Stellschraube für die Realisierung dieser Baumodelle. Grosse freute sich über die Förderung des Beratungsbüros durch das Land im Rahmen des Programms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau mit rund 200.000 Euro. „Jetzt brauchen wir noch die Menschen, die sich für Baugemeinschaften interessieren“, erklärte die Bau-dezernentin. Die rund 150 Besucher der Veranstaltung zeigten, dass mangelndes Interesse an innovativen, gemeinschaftlichen Wohnmodellen in Mainz kein Problem sein wird.
Birgit Pohlmann, Mitglied des dreiköpfigen Beraterteams übernahm die Modera-tion der dann folgenden Information zum Bauherrenmodell Baugemeinschaft. Sie ist auch im Team die Moderatorin und Projektentwicklerin. Die oft schwierigen, gemeinsamen Entscheidungsfindungen kann Sie unterstützen und achtet bei den Baugruppen auf den „roten Faden“, der zur Realisierung eines Wohnbauprojektes nicht aus den Augen verloren werden darf.
„Auch Baugemeinschaften bauen ganz normale Häuser“, erklärte der Architekt im Team Norbert Post, der schon mehr als 30 Baugemeinschaften umgesetzt hat. Die Baugemeinschaft sei ein ganz normaler Bauherr, nur eben nicht für das Einfamilienhaus im Grünen, sondern im Geschosswohnungsbau in der Stadt. Die Baugemeinschaft sei nicht nur die Summe ihrer Wohnungen, sondern biete immer einen Mehrwert, so erhalte man im Bereich der Infrastruktur „ein bisschen mehr fürs Geld“: Gemeinschaftsräume, Gästezimmer, Sport- und Gartenanlagen, hochwertige Erschließungsräume seien mit der Baugemeinschaft finanzierbar. Innovative Impulse, besonders in Bezug auf das energetische Bauen, seien häufig von diesem Bauherrenmodell ausgegangen. Am wichtigsten sei aber das Wohnen in guter Nachbarschaft, im Übrigen der größte Wohnwunsch bundesweit.
Der Dritte im Beraterteam ist Rolf Lückmann, zuständig für Finanzierungsfragen und Beratung zu Fördermöglichkeiten.
In der abschließenden Gesprächsrunde stellten sich neben Grosse und dem Beraterteam auch Vertreter Stadtnaher Gesellschaften in Mainz den Fragen des interessierten Publikums. Martin Dörnemann, Geschäftsführer der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) und Olaf Heinrich, Geschäftsführer der Stadtwerke Mainz AG, sprachen über Planungen für das Heilig-Kreuz-Viertel und das Peter-Jordan-Areal als mögliche Standorte für kommende Baugemeinschaften in Mainz.
Auf der Homepage der Stadt www.mainz.de entsteht gerade eine Informationsplattform unter dem Titel „Baugemeinschaft – Auf Gemeinschaft bauen“.
Das Beraterteam gab die ersten Termine (mit der Bitte um Anmeldungen) bekannt:
Anlaufstelle für Beratung und Vernetzung
14-tägig immer donnerstags (Mittwoch abends oder Freitag morgens)
Zitadelle Bau A, Zimmer 201
1. Termin: 2. Juni 2016, 14 – 18 Uhr
Themenabende - Austausch und Information
1. Termin: 2. Juni 2016, 18.30 Uhr
Zitadelle Bau A, Zimmer 101
Einstieg und Themenprioritäten
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