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Informations- und Gesprächsabend "Kreativwirtschaft"

Austausch und Förderung in Pirmasens

Mainz. Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland – dazu zählen beispielsweise auch Unternehmensgründungen im Architekturmarkt – hat sich zum eigenständigen Wirtschaftsfeld und mit steigender Bedeutung und wachsendem Umsatz gemausert. Auch in Rheinland-Pfalz ist sie Schlüsselbranche, Impulsgeber und Motor gerade in ländlichen Regionen. Der Austausch zwischen kreativen Akteuren, die Vermittlung zwischen diesen und fördernden Institutionen sowie praktische Erfahrungen zu den bestehenden Fördermöglichkeiten waren Thema des Informationsabends in Pirmasens.

Am Donnerstag, dem 6. April 2017, luden das Zentrum Baukultur und die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) im Rahmen der KREATIVVITTI, Fachmesse der Kreativ- und Kulturwirtschaft, ein zum Informationsabend für (Junge) Kreative. Die Veranstaltung, die gleichzeitig auch den Abschluss der Messe bildete, bot den Teilnehmern die Möglichkeit, wichtige Kontakte zu knüpfen, Erfahrungsberichte zu hören und sich über Fördermöglichkeiten zu informieren.

Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, der zur Veranstaltung begrüßte, betonte, dass sich die Kreativwirtschaft nicht darin erschöpfe, sich aktuellen Hypes zuzuwenden, sondern sich vielmehr der Entwicklung und Erprobung zukunftsrelevanter Arbeits- und Lebensmodelle widme. Ulrich Dexheimer, Vorstandssprecher der Investitions- und Strukturbank Rhein-land-Pfalz (ISB), erläuterte in seiner Begrüßung das Engagement der ISB: "Als Förderbank des Landes freuen wir uns, kreative Unternehmen, die ihre Geschäftsidee mit Leidenschaft und Begeisterung umsetzen, voranbringen zu können." Die ISB unterstützt StartUps und etablierte Firmen in ihrem wirtschaftlichen Handeln mit Fördermitteln im Bereich Wirtschaftsförderung und Existenzgründung.

Im anschließenden Gespräch wies Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, auf die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft hin. Diese sei eine wichtige Schnittstelle zwischen Kunst, Wirtschaft und Technologie und könne durch branchenübergreifende Partnerschaften erfolgreich auch als Treiber für Innovationen und Wachstum in vielen anderen Wirtschaftszweigen wirken. "Wir fördern die landesweite Vernetzung der Kultur- und Kreativbranche. Gleichzeitig wollen wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern und Existenzgründern mit Rat und Tat zur Seite stehen", erläuterte Schmitt weiter.

Roland Wagner, Bereichsleiter Mittelstands- und Kommunalfinanzierung der ISB, ging in seinem Vortrag näher auf die Förderprogramme der ISB ein. "Gute Ideen fördern wir individuell im Rahmen unseres Angebotes mit Darlehen, Bürgschaften, Beteiligungskapital, Zuschüssen und mit unserem Know-how." Die ISB arbeite in vielen Programmen eng mit den Hausbanken zusammen und ermögliche kurze Bearbeitungszeiten sowie schnelle und verlässliche Entscheidungen.
 
Im Anschluss berichtete mit dem Architekten Christoph Arnold aus Pirmasens ein Vertreter der Kreativwirtschaft aus der Praxis. 2009 hatte Arnold gemeinsam mit seinem Bruder, gefördert durch die ISB, erfolgreich das Architekturbüro seines Vaters übernommen, das dieser 1970 gegründet hatte. Arnold betonte dabei die Bedeutung der zeitgemäßen Ausrichtung des Büros und die Nutzung neuer Medien sowie vielfältiger Netzwerke und Plattformen für die Präsentation des Büros und das Aufspüren neuer Kooperationspartner und Auftraggeber.

Auch in der Talkrunde zum Thema "Kreatives Netzwerk", unter anderem mit Jörg Sabrowski vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Wein-bau Rheinland-Pfalz, Mark Schlick von der Wirtschaftsförderung der Stadt Pirmasens, Olaf Mäckler vom Kreativzentrum KunstGenuss sowie Anne Farle vom Gründernetzwerk "StartUp Westpfalz", wurde die Bedeutung des Austauschs unter den kreativen Akteuren hervorgehoben. Konsens herrschte darüber, dass es konkrete Orte und Plattformen geben müsse. Wichtig seien dabei auch niederschwellige Angebote, um Kreative und Interessierte zusammen zu bringen. Einig war sich die Runde auch darin, dass einer der Knackpunkte für eine erfolgreiche Etablierung auf dem Markt betriebswirtschaftliche Aspekte seien – hier gäbe es viel Nachhol- und Förderbedarf bei den Kreativen, die hier nicht selten einen "blinden Fleck" hätten.

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