Prof. Lutz Beckmann, Jadehochschule Oldenburg. (Foto: Kristina Schäfer, Mainz)

Präsentation | Best of - Präsentation und Ausstellung

10 Hochschulabsolventen im Brückenturm

Fünf Hochschulen, zehn Projekte – erstmals präsentierten sich alle Architekturhochschulen in Rheinland-Pfalz mit einer Auswahl herausragender Diplomarbeiten und Masterthesen aus dem akademischen Jahr 2016/2017 im Zentrum Baukultur. Sie thematisieren ebenso anschaulich wie differenziert architektonische Konzeptionen, die in der Vielfalt der Aufgaben und Typologien ein durchgängig hohes Niveau verband. Damit erlaubten sie interessante Perspektiven auf Profile und Positionen der Architekturausbildung in Rheinland-Pfalz. Die Absolventen, teils bereits in alle Welt zerstreut, stellten ihre Arbeiten alle selbst vor. Nicht immer live – wer aus Buenos Aires oder Zürich nicht anreisen konnte, schickte ein Video.

Doch nicht nur die einzelne, noch so gelungene Abschlussarbeit war Thema des Abends. Es ging auch um eine Bilanz der Hochschulausbildung im Fach Architektur in Rheinland-Pfalz. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf und der stellvertretende Vorsitzende des deutschen Fachbereichstages, Prof. Dr. Lutz Beckmann von der Hochschule Oldenburg, nahmen aus ihrer Sicht Stellung zur Frage, welchen Beitrag die Architekturausbildung zur Baukultur leisten solle.

Im Trialog mit Kammerpräsident Gerold Reker kam man dann schnell zu praktischen Fragen der Architekturausbildung: Die Ausstattung mit Räumen, Geräten und Personal standen ganz oben auf der Wunschliste. Klar wurde auch: Zurzeit werden in Rheinland-Pfalz bei weitem zu wenige Masterstudienplätze angeboten. Da mindestens acht Fachsemester einer konsekutiven Ausbildung die untere Grenze der Kammerfähigkeit darstellen, überspringen diese Hürde in der Regel erst die Masterabsolventen. Bachelorabsolventen mit weniger als acht Semestern haben keine Chance auf Selbständigkeit. Einzige Ausnahme sind die Mainzer Bachelor. Mit dem Modell „8+2“, also mit acht Bachelor- und zwei Mastersemestern erreichen in Mainz schon die Bachelor die in der entsprechenden EU-Richtlinie fixierte Mindestausbildungsdauer für Architekten.

Doch wie kann konkret die Ausbildung auch in den Inhalten aktueller Entwicklungen, beispielsweise der Digitalisierung angepasst werden? Und wie kann es gelingen, dies im ohnehin immer vielfältiger werdenden Curriculum unterzubringen? So lautete die drängendste inhaltliche Frage im Dreiergespräch zwischen Politik, Berufspraxis und Ausbildung. In der von Prof. Dr. Niederwöhrmeier aus Mainz geleiteten Runde plädierte Kammerpräsident Gerold Reker dafür, nicht alles Analoge vorschnell zu opfern. Seine Auffassung: All die neuen Themen von der Digitalisierung über Energieeffizienz bis zur Kreislaufwirtschaft machen eine Grundlagenausbildung nicht obsolet, im Gegenteil.

Das Handzeichnen ist mehr als eine Technik, es ist durch die Entschleunigung eine Wahrnehmungs- und Denkschule, und damit eine unverzichtbare Grundlage der Ausbildung“, so Gerold Reker.

Einladungskarte (PDF)

   

Dienstag, 23. Januar 2018

Zentrum Baukultur im Brückenturm | Rheinstraße 55 | 55116 Mainz

Veranstalter
Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner
Hochschulen Rheinland-Pfalz

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