Die Veranstaltung zeigte: Frage "Wie wollen wir im Alter wohnen" ist nicht nur ein Thema für die heutige Generation der 50- bis 70-Jährigen. (Foto: Kristina Schäfer)

Präsentation | Wie wollen wir im Alter wohnen?

Gesprächsrunde und Studienvorstellung im Brückenturm Mainz zu Wohnwünschen, Wohnraumangeboten sowie Herausforderungen und Potenzialen in Rheinland-Pfalz

Befragt zu ihren Wünschen für das "Wohnen im Alter" haben viele Menschen relativ klare Vorstellungen. Wie weit sich diese in Rheinland-Pfalz verwirklichen lassen, hängt unter anderem auch von der jeweiligen Region ab. Wohnungsmarkt und Wohnungspolitik müssen zudem auf die demografischen Entwicklungen und die sich verändernden Lebensgewohnheiten und Familienformen reagieren.

Mit der Frage "Wie wollen wir im Alter wohnen?" setzte sich am Dienstagabend im Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz eine Gesprächsrunde mit der rheinland-pfälzischen Bauministerin Doris Ahnen auseinander. Dabei ging es um Wohnwünsche, Bedürfnisse und Herausforderungen beim Thema "Wohnen im Alter" sowie den sich daraus ergebenden Auswirkungen und den Handlungsbedarf für Rheinland-Pfalz.

Nach der Begrüßung durch Ministerin Ahnen stellte Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier, Vorstandsvorsitzende des empirica-Instituts, die Ergebnisse der Studie "Wohnen im Alter in Ludwigshafen – Wohnungsmarktanalyse für die Stadt Ludwigshafen und für die Wohnungsmarktregion" vor. Inhalt der Studie waren neben einer ausführlichen Analyse auch Prognosen zur Wohnungsnachfrage und -entwicklung. "Ludwigshafen boomt. Bevölkerung, Beschäftigung und Wirtschaftsleistungen wachsen. Das vergleichsweise noch sehr günstige Preisniveau für Wohnimmobilien ist ein klarer Standortvorteil in der Region", so das Fazit von Dr. Krings-Heckemeier. Der Baudezernent der Stadt Ludwigshafen Klaus Dillinger stellte dazu fest: "Die Ergebnisse der Studie Wohnen im Alter in Ludwigshafen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind". Um den Zuzug junger Fachkräfte aus dem In- und Ausland zu begleiten, solle der Bedarf für qualitätvollen Wohnraum noch stärker in den Fokus genommen werden.

Bauministerin Doris Ahnen bestätigte, dass die Resultate der Studie auch für andere sogenannte Schwarmstädte im Land zuträfen: „Die positive Entwicklung des Wohnstandortes Ludwigshafen bestätigt die Ergebnisse unseres Gutachtens zum zukünftigen Wohnraumbedarf in Rheinland-Pfalz“. Die Ministerin betonte jedoch zugleich auch den Handlungsbedarf in weniger prosperierenden Regionen. „Neben den wachsenden Städten im Land hat die Landesregierung auch das Wohnen in den ländlichen Regionen im Blick“, so Ahnen.

Die Studie ergab auch, dass das Wohnen im Eigentum und am liebsten im Grünen bei den Wohnvorstellungen der heute 50- bis 70-Jährigen hoch im Kurs steht. Dreiviertel der Menschen möchte zudem im gewohnten Umfeld wohnen bleiben. Thomas Will, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen, stellte dazu fest: "Die Wohnraumversorgung für das Wohnen im Alter ist für die Wohnungsbaugesellschaften in Rheinland-Pfalz eine große Zukunftsaufgabe. Uns muss der Spagat zwischen baulichen Anforderungen und kostengünstiger Realisierung gelingen."


Gerold Reker
, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, wies darauf hin, dass nicht nur günstige Lösungen für das Wohnen im Alter gefordert sei-en, sondern diese gleichzeitig den qualitativen Ansprüchen entsprechen sowie flexibel und attraktiv sein müssen. Er stellte dazu fest: "Um den Wohnraum, aber auch die Wohnumgebung auf geänderte Lebensgewohnheiten, Familienstrukturen und Bedürfnisse anzupassen, sind Architekten, Innenarchitekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten die richtigen Partner." Diese brächten umfassende fachliche Kompetenzen mit beispielsweise für die Reduzierung von Barrieren, für die energetischer Ertüchtigung von Gebäuden, für variable Grundrisse sowie für die attraktive Gestaltung des Wohnumfeldes, so Reker.

Uwe Wöhlert, Vorstandsmitglied der Landesbausparkasse LBS Rheinland-Pfalz, erklärte aus Sicht der Baufinanzierung, dass die LBS und Sparkassen erster Ansprechpartner für die Finanzierung sowie Vermarktung der Bauvorhaben seien. "Darüber hinaus sehen wir uns als Multiplikatoren für ein Zusammenwirken der Akteure am Wohnungsmarkt", so Wöhlert. Die LBS hatte die Studie gemeinsam mit der GAG Ludwigshafen der BASF Wohnen + Bauen GmbH und der Sparkasse Vorderpfalz in Auftrag gegeben.

Einig waren sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde darin, dass das "Wohnen im Alter" und die Anpassung und Schaffung von geeignetem Wohnraum und Wohnumfeld aufgrund auch der demografischen Entwicklung aktuell und zukünftig ein wichtiges Thema bleiben wird.

Die Studie kann auf der Internetseite der LBS heruntergeladen werden.

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Dienstag, 24. Februar 2015

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Veranstalter
Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz und LBS Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz

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