Ausstellungen | Präsentationen | Preisverleihung mit Ministerin Doris Ahnen

Ideenwettbewerb "Sozial-Schnell-Gut"

Wohnen ist ein soziales Gut, das für die Lebensqualität und die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen von elementarer Bedeutung ist. Angesichts der weiter steigenden Wohnraumnachfrage, insbesondere in den sogenannten Schwarmstädten, muss zusätzlicher – und vor allem bezahlbarer – Wohnraum dringend geschaffen werden.


Das Bauforum Rheinland-Pfalz lobte diesen Ideenwettbewerb für bezahlbaren Wohnraum im April 2016 aus. Unter dem Motto „Sozial – Schnell – Gut“ geht es um Beispielhaftes, um das Modell eines schnell zu erstellenden, bezahlbaren, auf dem Gedanken des Seriellen basierenden innovativen Wohnungsbaus. Das Modell denkt die Anpassbarkeit auf unterschiedliche Nutzergruppen, Nachrüstbarkeit, städtebauliche Kontexte sowie adäquate Freiräume mit. Es setzt auf hohe Qualität trotz Dichte. Es ist nachhaltig, weil auf eine langfristige Nutzung und soziale Integration in den Stadtraum angelegt.


Gefördert wird der Wettbewerb vom Ministerium der Finanzen mit Mitteln des Programms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) im Rahmen des „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz“. Das Bündnis basiert auf einem konstruktiven vertrauensbildenden Dialog der Akteure. Das enge Miteinander von Wohnungs- und Bauwirtschaft, Architekten und Planern, der kommunalen Familie und dem Land bildet die Grundlage für ein gemeinsames und koordiniertes Handeln.
http://fm.rlp.de/de/themen/bauen-und-wohnen/buendnis-fuer-bezahlbares-wohnen-und-bauen/

Einladungskarte

Am 18. Juli 2016 wurden im Zentrum Baukultur in Mainz insgesamt sechs Preise im Ideenwettbewerb „Sozial-Schnell-Gut“ vor interessierten Gästen aus der Politik, Kommunen und Wohnungswirtschaft verliehen. „Die sechs ausgezeichneten  Arbeiten haben in qualitätsvoller Weise die Materialien Holz, Beton, bzw. eine Hybridbauweise aus Holz und Beton für die seriellen, bzw. modularen Bauweisen angewandt. Neue Ideen zeigten auch die Grundrisslösungen, sowohl für barrierefreie Aspekte als auch für die des gemeinschaftliches Wohnens in Reihen- und Doppelhäusern sowie im Mehrfamilienhaus“, erläuterte die rheinland-pfälzische Bau- und Finanzministerin Doris Ahnen. „Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu erzielen, müssen wir auch die Baukosten in den Blick nehmen. Gleichzeitig geht es aber um Qualität und Nachhaltigkeit. Wir wollen durch gute Planung und innovative Bauweisen zu kostengünstigeren Lösungen zu kommen“ so die Ministerin weiter und begründete daher auch die finanzielle Unterstützung des Ideenwettbewerbs. Gefördert wurde der Ideenwettbewerb durch das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium der Finanzen mit Mitteln aus dem Programm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“.
 
Das Bauforum Rheinland-Pfalz hatte den Wettbewerb im Rahmen des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen  Rheinland-Pfalz ausgelobt. „Gesucht wurden beispielhafte und übertragbare Modelle für einen schnell zu erstellenden, bezahlbaren, auf dem Gedanken des seriellen basierenden innovativen Wohnungsbaus“ so Rainer Richarts, Vorsitzender des Bauforums Rheinland-Pfalz in seiner Einführung. 
 
Auch Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz zeigte sich sehr zufrieden: „Sozial – Schnell – Gut zeigt einmal mehr, dass wir mit kompetitiven Verfahren, die Lösungsalternativen vorlegen, zu guten und sehr guten Ergebnissen kommen. Gestalterische Kreativität wird uns Architekten dabei immer zugetraut, diesmal standen aber mehr als sonst die technologische Komponente und das intelligente Konstruieren im Fokus.“
 
Der Juryvorsitzende Michael Müller, Architektur Contor Müller, Schlüter, Wuppertal stellte die Arbeiten im Folgenden kurz vor.
Gemeinsam überreichten die Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen, der Vorsitzende des Bauforums Rheinland-Pfalz Rainer Richarts und der Präsident der Architektenkammer Gerold Reker die Urkunden in den beiden  Kategorien „Doppelhaus/Reihenhaus“ sowie „Mehrfamilienhaus“.
 
Die Büros FAT aus Trier sowie Yes Architecture aus München konnten in beiden Kategorien die Preisrichter überzeugen und haben somit jeweils zwei gleichberechtigte Preise  erhalten. Das Darmstädter Büro Kramm & Strigl erhielt in der Kategorie Doppelhaus/Reihenhaus und die ARGE Schnoklade Betz Dömer aus Münster in der Kategorie Mehrfamilienhaus jeweils einen Preis.

Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz

Die Ergebnisse im Überblick:

Preisgruppe
Typologie Einfamilienhaus/Doppelhaus

FAT, Trier
Yes Architecture, München
Kramm und Strigl, Darmstadt

Preisgruppe Typologie Mehrfamilienhaus

ARGE Schnoklake Betz Dömer, Münster
FAT, Trier
Yes Architecture, München

Engere Wahl

Spacekitchen, Frankfurt am Main

Eine Ausstellung vom 27. Juli bis 12. August 2016 (Mi-Fr, 14-18 Uhr) zeigt alle Wettbewerbsbeiträge im Zentrum Baukultur.

Termin

Montag, 18. Juli 2016

Zurück