| Erbe, Bestand und Zukunft

Vorabendempfang zur Baukulturwerkstatt "Historische Schichten der Stadt"

Der Vorabendempfang der ersten Baukulturwerkstatt 2017 am 10. Mai versammelte im Brückenturm Mainz rund 140 Baukultur-Aktive aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft aus ganz Deutschland.

Das Thema "Historische Schichten der Stadt" der ersten Baukulturwerkstatt der Bundesstiftung Baukultur in diesem Jahr schien wie gemacht für Mainz als eine der ältesten Städte Deutschlands. Hier bieten sich zahlreiche Ansätze und Beispiele ungefragt geliebter oder auch kontrovers diskutierter Bauepochen. Damit sei Mainz der genau der richtige Ort, um die historischen Schichten deutscher Städte und ihrer Rolle für die zukunftsfähige Gestaltung der Stadt – nicht nur hinsichtlich der städtebaulichen Entwicklung – in den Fokus zu rücken, befand die rheinland-pfälzische Bauministerin Doris Ahnen in ihrer Auftaktrede zum Vorabendempfang im Zentrum Baukultur. Begrüßt zum Empfang hatte zuvor Rainer Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur.

Barbara Ettinger Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer und stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, umriss in ihrem Beitrag die Paradigmenwechsel in der Stadtplanung der vergangenen sieben Jahrzehnte und betonte die Bedeutung einer umsichtigen und starken Politik für die Baukultur.

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, gab in seinem Vortrag einen Einblick in die Entstehung und Entwicklung der Städte Mainz und Trier. Er erläuterte dabei, dass Stadtentwicklung dabei immer unterschiedlichsten politischer Strukturen und Gesellschaftsformen unterliege und einer stetigen Entwicklung unterworfen sei. Anhand der Baukulturschichten sei erkennbar, wie die Gesellschaft jeweils funktioniert habe, so Metz.

Anschließend richteten Dr. Annika Wehrle, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und Malin Nagel, Dramaturgin am Staatstheater Mainz, die Aufmerksamkeit auf die Frage, wie die Baukultur an die jüngeren Generationen, die „Erben“, herangetragen werden könne. Angesicht von Digitalisierung, Globalisierung und Individualisierung müssten neue Wege der Vermittlung gefunden werden.

Nach dem offiziellen Programm nutzten die rund 140 Baukultur-Aktiven aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft aus ganz Deutschland die Gelegenheit zum intensiven Austausch bei Buffet und Livemusik.


Hintergrund
Der Abendempfang am 10. Mai im Brückenturm Mainz bildete zusammen mit zwei Stadtspaziergängen den Auftakt der zweitägigen Baukulturwerkstatt 2017 der Bundesstiftung Baukultur, in der die historisch gewachsene gebaute Umwelt zwischen Bauepochen und Stadtbild diskutiert wurde.
Im Fokus standen die historischen Schichten deutscher Städte und ihren Beitrag für die zukunftsfähige Stadtgestaltung. Denn Städtebauliche Epochen lassen sich nur schwer isoliert betrachten: Sie entstanden vor dem Hintergrund unterschiedlichster politischer Strukturen und Gesellschaftsformen und unterliegen einer stetigen Entwicklung. Die vorhandenen Strukturen und Bauten leisten zudem einen realen Beitrag zur Stadt, werden um- und weitergebaut, saniert und rekonstruiert, neu entdeckt oder auch vergessen.

Termin

Mittwoch, 10. Mai 2017

Zentrum Baukultur im Brückenturm | Rheinstraße 55 | 55116 Mainz

Veranstalter:

Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner:

Bundesstiftung Baukultur

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